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Jugendliche hacken die Klimakrise

Geschrieben von Lynn-Kristin Heffen | 18.09.2019

 

Seit Monaten sind die Medien voll davon: Junge engagierte Kinder und Jugendliche, die die Diskussion um die Klimakrise neu entfacht haben. Und am Freitag, dem 20. September, ist es dann auch schon wieder soweit. Hier werden Hunderttausende Menschen bei einem globalen Klimastreik für eine bessere Umweltpolitik demonstrieren – auch Jugend hackt ist dabei. Das Programm hat den Impuls der jungen Menschen gerne aufgenommen. Dem Jugend hackt-Slogan "Mit Code die Welt verbessern" mussten dieses Jahr auch nur drei Zeichen hinzugefügt werden, um das Jahresmotto zu beschreiben: "Mit Code die Um:Welt verbessern" heißt es seit dem Auftakt-Hackathon in Köln im vergangenen Mai.

Zehn Events veranstaltet Jugend hackt dieses Jahr – vier davon fanden bereits statt. Die Teilnehmenden werden von Jugend hackt darin bestärkt, ihre eigenen Visionen und Lösungen zu entwickeln, mit den Herausforderungen der Klimakrise fertig zu werden. Die Jugendlichen fackelten nicht lange rum und entwickelten erstaunliche Lösungen:

Zum Beispiel den Klima-Alarm. Das ist ein transportabler Sensor, der den/die Träger*in warnt, wenn die Luft ungesund wird. Corinna, Gero und Johannis entwickelten diese Hardware, die permanent die Luftqualität misst und die Daten direkt ans Smartphone sendet. Frei nach der Entwicklerin Corinna: “Wenn die Lampe blinkt, deine Umwelt stinkt!”

Dicke Luft? Der tragbare Sensor von Klima Alarm misst die Luftqualität und schickt die Daten aufs Smartphone. Individuelle Hardware, von Jugendlichen entwickelt. : CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Sebastian Schröder

Auf Gamification setzten Marlon, Moritz E. und Trung. Sie entwickelten das Computerspiel Save Your City. Hier können sich zwei Spieler*innen spielerisch-lernend damit auseinandersetzen, die eigene Stadt umweltgerecht zu leiten. Kohlekraftwerke werden dabei nicht gebaut, sondern geschlossen!

Apropos fossile Brennstoffe: Warum auf dem Weg zum Supermarkt einsam im Auto sitzen und dabei CO2 verschwenden? Das dachte sich die Gruppe von Quim, Alexander und Friedrich. Mit der Idee für ein soziales Netzwerk, das Menschen verbindet, um Einkäufe zu verknüpfen und so Fahrten zu sparen, entwickelten sie Buy2gether. Es bietet die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, um logistische Absprachen zu treffen und anstehende Einkaufstouren einzutragen.

Für den Fall, dass auch Klamotten auf der Einkaufsliste stehen, kommt das Projekt Clothes Nearby von Jana, Jan-Hendrik, Benny, Mathilda, Jian und Agnes zum Einsatz. Dabei soll die Nachhaltigkeit im Kleiderkauf gefördert werden. Die Webseite zeigt Interessenten*innen an, wer in der Umgebung neuwertige ungetragene Kleidung zum Verkauf anbietet.

Diese Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den großartigen Projekten und Prototypen, die die Jugendlichen bei Jugend hackt entwickeln. Und dabei fängt das Jugend hackt-Jahr im Herbst erst so richtig an. Sechs weitere Events stehen noch vor der Tür. Darunter auch das größte in Berlin: Vom 4. bis zum 6. Oktober kommen mehr als 120 Jugendliche in Berlin-Wedding im Kulturquartier Silent Green zusammen. Das werden wir auch dieses Jahr wieder unterstützen.

Wir freuen uns schon auf die spannenden und kreativen Projektideen, die die Junghacker*innen dort wieder entwickeln werden!